Test: ViewSonic VG2433mh

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Heutzutage investieren immer mehr Personen – insbesondere PC-Gamer – ihr hart verdientes Geld in teure PC-Hardware. Egal ob neuer RAM, Grafikkarten (!) oder restliches Zubehör wie Tastaturen oder Mäuse. Oder wie in unserem Fall, VR-Brillen. Doch was ist wenn man die Brille mal nicht auf hat?

Der Monitor scheint immer mehr in den Hintergrund zu fallen. Deswegen möchten wir euch heute eine kleine aber feine Alternative präsentieren, welche entweder als eine günstige Alternative für Neueinsteiger dient oder sich mit seiner Pivot-Funktion optimal als Zweit-Bildschirm eignet. Genauer gesagt für Streamer, die ihren Chat im Auge behalten wollen. Doch starten wir erstmal woanders.

Die Basics

Was genau bringt der Monitor an sich denn alles so mit? Zum einen ist er mit seinen 24″ nicht gerade der kleinste Monitor der Welt. Er platziert sich ordentlich im Mittelfeld und dürfte dank einer verstellbaren Höhe von bis zu 10cm ein gutes Plätzchen in den meisten Wohn- oder Arbeitszimmern Deutschlands finden.

Die restlichen Features bleiben eher Standard, wie das 16:9 Bildschirmformat, 60 Hertz oder auch das sehr konservative Design des Monitors an sich. Hier hält man sich im schlichtem Schwarz, wer einen „fancy“ Gaming-Monitor erwartet bekommt hier keinen silbernen Rahmen aus eloxiertem Aluminium oder ähnlichem sondern ganz klassischen schwarzen Kunststoff.

Über die 60cm Bildschirmdiagonale erwartet uns eine gewohnte  Auflösung von 1080p. An der Rückseite des Geräts steht ein DVI, VGA und HDMI-Anschluss zur Verfügung. Fans von intern verbauten Lautsprechern – insofern es sowas gibt – können wir beruhigen. Diese sind selbstverständlich auch vorhanden.

Was besonders am VG2433mh gefällt ist die Wertigkeit des eigentlichen Materials. Dieses wirkt nämlich nicht wie bei den meisten Monitoren aus dem mittleren Preissegment billig produziert und leicht sondern eher wuchtig und massiv. Dementsprechend macht der Bildschirm in Kombination mit der schwarzen Optik und den klaren Übergängen einiges her und lässt sich auf jedem Schreibtisch sehen lassen.

Spin your head right round baby right round

Wie bereits eingangs erwähnt, dürfte das Highlight des Monitors die Pivot-Funktion sein. Für diejenigen unter euch, denen dieser Begriff noch nichts sagen sollte: hierbei wird der Bildschirm nicht horizontal sondern vertikal ausgerichtet. Dieses Feature dürfte sich besonders für die Arbeit im Büro bei Excel oder – was die meisten hier eher interessieren dürfte – beim Streamen für den Chat lohnen. Vorausgesetzt, ihr besitzt zwei Bildschirme. In diesem Fall einfach Bildschirm A für den Genuss des Spiels und des Streams nutzen, während man parallel den Chat im anderen Auge hat.

In der Praxis funktioniert dies auch sehr gut, lediglich ein fließender Wechsel zwischen den unterschiedlichen Ansichten dürfte sich als schwierig gestalten, da der Monitor in der Schräge einfach zu groß ist um ihn einmal um 90° zu drehen. Wer jedoch im Vorfeld ganz genau weiß, wofür er das Gerät nutzen will, der dürfte dieses Problem nicht haben.

Der richtige Blickwinkel

Ihr habt euren Monitor richtig eingestellt? Gut, dann kommen wir mal zu dem eigentlichen Schwerpunkt: der Bildqualität.

Erstaunlicherweise birgt der ViewSonic Monitor einiges mehr an Farben als man es zunächst von so einem „Produkt der Mittelklasse“ erwarten würde. Die Bildqualität war immer sehr scharf und auch keineswegs anstrengend. Dies ist mehreren Faktoren zu verdanken, zum einen der „Flicker-Free“-Technologie, welche es dem Monitor ermöglicht, Flimmerbildern vorzubeugen.

Des weiteren wird der Blaustich gemindert, was gegen Müdigkeit vor dem Bildschirm vorsorgen soll. Egal ob Tabellen auf Excel, Videos auf YouTube oder die nächste Runde DotA 2 – der Bildschirm ist in allen Situationen angenehm zu beobachten. Apropos DotA 2, hier wäre es eventuell noch ganz gut zu erwähnen, dass man hier eine Reaktionszeit von 5 ms hat die beim Spielen – zumindest von mir – kaum wahrnehmbar war.

Give me your energy

Letztlich wäre da noch der Energiebedarf des kleinen Riesen. Dank des sogenannten „Eco-Modus“ passt sich der Monitor automatisch an die Helligkeit des Raumes an, um so überschüssigen Energieverbrauch zu vermeiden.

Dies ist jedoch bei weitem nicht so extrem wie man es von den mobilen Endgeräten kennt, tatsächlich fällt der Effekt maximal bei einem vorher/nachher Vergleich auf. Hinzu kommt auch noch, dass sich durch diesen Modus die Technik des Bildschirms weniger abnutzt – ergo wieder mehr Nutzungszeit für sein Geld.

Fazit

Alles in allem haben wir mit dem VG2433mh einen Bildschirm, der wie ein klassischer Underdog fungiert – keine wirklich Highlights, aber dennoch genug Features die in der Praxis sehr gut umgesetzt werden und an keinster Stelle enttäuschen. Konsumenten mit einem größeren Geldbeutel können dieses gerät in aller Ruhe überspringen, wer jedoch noch etwas als Zweitmonitor sucht oder sich einen neuen Arbeitsplatz einrichten möchte – der kann hier in Ruhe zuschlagen.

Daher für den Preis und eben solche Einsatzgebiete eine klare Empfehlung von uns.

Viewsonic VG2433mh

142€
Viewsonic VG2433mh
76.25

Bildqualität

9/10

    Inhalt / Umfang

    8/10

      Optik

      8/10

        Sonstige Features

        7/10

          Positiv

          • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
          • tolle Optik
          • hohe Verstellmöglichkeiten

          Negativ

          • Keine sonstigen Features

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