Test: Teufel Move Pro

In der Spielebranche beziehungsweise -szene trifft man leider recht häufig den Fall an, dass Nachfolger erfolgreicher Titel und Marken nicht an vorweg hohe Erwartungen anknüpfen. Auch im Peripherie-Sektor ist genau dies keine Seltenheit. Warum der Move Pro hier eine Ausnahme ist, belege ich in diesem Testbericht.

Der Name ist Programm

move1Ich durfte schon den Vorgänger dieser edlen In-Ears aus dem Hause des Berliner Akustik-Unternehmens Teufel testen. Zwar bei einem anderen „Blatt“, doch die Ergebnisse fielen überraschend gut aus. Gerade bei In-Ears bin ich sehr pingelig: Sie müssen sitzen, die akustische Resonanz muss klar und doch kraftvoll rüberkommen – ja sogar der Stil spielt in der Regel (obgleich eine untergeordnete) Rolle, wenn man bedenkt dass man damit tagtäglich in den Zügen und der Mittagspause gesehen wird.

Wie schon die Teufel Move, können gerade hinsichtlich dieser drei Kriterien auch die neuen Teufel Move Pro punkten! Die Move Pro sind, wie ihr Name bereits verrät, sehr auf Mobilität und trotzdem hohe, audiophile Ansprüche ausgelegt.

Auch im Gaming-Sektor muss man recht oft lange suchen, bis ein befriedigendes Produkt für beispielsweise gelegentliche Runden auf der Playstation Vita gefunden wird. Man will ja nicht unbedingt gleich große Overear-Headsets im Rucksack herum schleppen.

Überraschende Wertigkeit bis ins Detail

Nicht, dass ich es seit den Vorgänger-Stöpseln nicht gewohnt sei, doch die Verarbeitungsqualität und auch der Lieferumfang der Move Pro haut einen nicht schlecht aus den Socken: Die In-Ears kommen ganz aus Aluminium, mit PVC-artigem Gummi umwobenem Kabel und medizinischen Silikon-Tips (oder Pilze – wem das geläufiger ist). Die Aufmachung wirkt wirklich wertig und stabil.

Gerade auch das  nun verlängerte Kabel ist sehr solide und lässt sich kaum gefährlich knicken. Und selbst beim Transport wird hier nicht gekleckert: Nicht benutzt, wandern die In-Ears in die mitgelieferte Hartstoff-Tasche – nicht ohnemove3 vorher auf einen Kautschuk-Block gewickelt zu werden.

Generell kann sich der Lieferumfang wie eingangs schon erwähnt sehen lassen. Denn neben den In-Ears, der Tasche mit Wickelblock und ganzen vier Paar Silikon-Tips findet sich das „alt“-bewährte Tip-Röhrchen zur Aufbewahrung und Reinigung eben jener, nebst eines Mikrofasertuchs um die Kopfhörer nach der Benutzung abzuwischen. Das Röhrchen kommt mit einer Befestigung, auf der sich alle nicht benutzten Aufsätze stecken lassen und lässt sich nach Bedarf mit Wasser zur Reinigung (durch Schütteln) auffüllen.

Nach außen hin strahlt das Teufel Move Pro pures Selbstbewusstsein aus. Das Teufel-„T“ prangert stolz silbrig auf den gelöcherten Alu-Außenseiten der In-Ears und der Rest ist in mattem Schwarz (oder wie im Fall des Kabels silber) gehalten. Da kommen keine Apple EarPods ran. Auch wenn die Steuereinheit aus Plastik hingegen nur einen Knopf besitzt; zum Pausieren und den Google Assistenten reicht es allerdings allemal.

Klare, satte Töne – kraftvoll und authentisch

Auch wenn ich zu Beginn das Beispiel Playstation Vita, beziehungsweise generell Handhelds, genannt habe und diese nicht sonderlich bekannt für akustische Wertigkeit sind: Der Move Pro gleicht auch dieses Handicap ohne große Mühe aus. Selbst klirrende Töne wie Schwerter oder Explosionen nivelliert der Pro ganz im Glanze seines Namens: Professionell und sanft. Ich kann mehrere Stunden am Stück Musik hören, Spiele spielen oder Filme schauen – ohne groß an der Lautstärke feilen zu müssen. Alles bleibt angenehm verständlich und klar.

move2Der dynamische Umfang ist hierbei auch wirklich gut. Natürlich sind die Treiber der Move Pro (wie schon beim Vorgänger) recht Bass-lastig; das ist aber eher ein Feature als Fehler. Gerade in den Mittagspausen sitze ich manchmal in Serverräumen und wenn meine Kopfhörer das Surren der hiesigen Lüfter nicht aussperren kann, kann unsereins nicht entspannen. Das neue In-Ear-Gespann aus dem Hause Teufel lässt mich auch hierbei nicht hängen.

Fazit

Wie schon mit dem Move bin ich sehr mit dem Move Pro zufrieden. Die Akustik lässt keine Wünsche offen – sofern man mit mehr „Wumms“ zu Recht kommt – und auch die Verarbeitung ist keineswegs von schlechten Eltern. Das Berliner Unternehmen hat hier im Vergleich zum Vorgänger-Modell des Kopfhörers nochmal ordentlich was drauf gelegt und somit wird das Move Pro seinem „Pro“ wirklich gerecht. Die unverbindliche Preisempfehlung von 129,99€ ist ebenfalls fair; wenn man sich gleichwertige Konkurrenz ansieht sogar sehr zuvorkommend.

Teufel Move Pro

129,99€
Teufel Move Pro
8.5

Technik

8/10

Verarbeitung

10/10

Komfort

9/10

Umfang

8/10

Positiv

  • Unglaublich gute Verarbeitung
  • Sehr gute Dynamik
  • Zuverlässige Alltagstauglichkeit

Negativ

  • Leicht basslastig
  • Taster mit nur einem Knopf

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