Test: Tethered

Das war ein richtig erfrischender Moment, als ich Tethered vor einigen Tagen das erste Mal in meiner Oculus gestartet habe. Endlich ein Spiel, in dem ich wieder die Herrschaft über kleine süße Wesen übernehme und ihnen verschiedene Aufgaben zuteilen darf. Tethered ist ein niedlich gemachtes Aufbauspiel. Seid ihr neugierig geworden? Dann folgt mir in die Welt von Tethered.

Das Spielgeschehen

Zu Beginn wählt man eine der vorhandenen Spielewelten aus. Dabei handelt es sich um recht übersichtliche – relativ kleine – Inseln, über die der Spieler die Herrschaft übernimmt. Mittels Teleportation kann von Wolke zu Wolke gesprungen werden, um gewisse Bereiche besser im Überblick behalten zu können. Das ist auch notwendig, denn bald wimmelt es von Inselbewohnern – euren Peeps.

Zuerst einmal müssen diese kleinen Kuscheltiere aus Eiern ausgebrütet werden. Woher die Eier kommen? Diese fallen hin und wieder vom Himmel und ihr setzt einen eurer Peeps auf eines dieser Eier, der dieses dann ausbrütet.

Ein frisch geschlüpfter Peep auf der Insel

Aber Vorsicht, es gibt nicht nur gute Eier, in manchen steckt leider kein Peep, sondern eine Art Made. Diese könnt ihr aber auch gut gebrauchen, denn eure Untertanen müssen auch Essen – und, dass Maden nahrhaft sein sollen, wissen wir ja.

Die Kleinen eben auch, und fast scheint es so, als liebt euer Volk ein wenig Abwechslung, wenn es um das Essen geht. Das kann ich verstehen, denn das Zeug, welches eingesammelt, oder angebaut wird – Köstlichkeiten wie Pilze, Weizen, Kürbisse oder auch Mohn – bestimmt auf Dauer eintönig ist.

Unter Tags sollten die Peeps einer geregelten Arbeit nachgehen, da diese sonst trübsinnig werden und dann zu nichts sinnvollem mehr zu gebrauchen sind. Als Tätigkeiten hätten wir das Abbauen von Holz, Stein, Erz, oder eben verschiedene Arten von Nahrung. Mit den gewonnen Rohstoffen werden verschiedene Gebäude gebaut, diese wiederum werden benötigt um die verschiedenen Rohstoffe schneller abzubauen, oder euch gegen böse Feinde -zu verteidigen, gegen die ihr euch in der Nacht zur Wehr setzen müsst.

Tehtered folgt einem Tag-Nacht-Rhythmus. Während am Tage alles eitel Wonne scheint, naht der Abend und auf der Bildfläche erscheinen Angreifer, die besiegt werden müssen. Spätestens jetzt lohnt es sich, wenn ihr euch darauf vorbereitet habt und eure Bevölkerung entsprechend ausgebildet wurde.

Farmer, Holzfäller und Minenarbeiter sind bei Tage sicherlich sehr hilfreich, aber in der Nacht helfen am ehesten eure zu Soldaten ausgebildeten Peeps, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Diese sind natürlich um einiges effizienter als das arbeitende Volk.

Vorsicht, die Nacht bricht herein!

So spielt ihr euch durch verschiedene Karten, bisher sind es insgesamt 13, die nach der Reihe frei geschaltet werden. Pro Karte benötigt ihr etwas mehr als eine halbe Stunde. Das ist auf der Oculus durchaus unterhaltsam und gewinnt mittels VR deutlich an Spielspaß, da es immer wieder Kleinigkeiten auf den Inseln zu entdecken gibt, die einen schmunzeln lassen.

Die Steuerung klappt mit den Touch Controllern sehr gut, das Point und Klick System mit dem die Aufgaben euren Untertanen zugewiesen werden, ist erstaunlich einfach und wird auch jüngere Semester unter euch dazu bringen eine Runde Tethered zu spielen.

Fazit

Tethered ist eine deutlich abgespeckte Variante von Spielen wie Populous, oder Die Siedler. Der Spielspaß ist vorhanden auch wenn die Langzeitmotivation sicherlich kürzer ist, als bei den beiden eingangs genannten Beispielen.

Für knapp 25€ ist das Gebotene aber mehr als in Ordnung und ich kann allen Fans von Aufbauspielen, die dieses Genre gerne einmal in der virtuellen Welt ausprobieren wollen ans Herz legen. Hardcore-Gamer unter euch, welche Civilization rauf und runter spielen werden darüber lächeln, alle anderen sollten jedoch zufrieden sein. Auch für Kinder ab ca. 10 Jahren ist das Spiel sehr gut geeignet.

Tethered

22,99€
Tethered
71.25

Audiovisuelle Qualität

7/10

    Inhalt/ Umfang

    7/10

      Gameplay

      8/10

        Geschichte

        8/10

          Positiv

          • Kurze Eingewöhung
          • Kein Motion Sickness
          • Erstes Aufbauspiel unter VR

          Negativ

          • Nur ca. 10 Stunden Spielzeit
          • Für Fans von Aufbauspielen zu einfach

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