Test: Syndrome

Syndrome heißt das neue Horror-Survival Spiel vom Indie-Entwickler Camel 101. In der klassischen First-Person Sicht befinden wir uns auf einem Raumschniff und finden heraus was dort passiert ist. Wir durften Syndrome exklusiv antesten, ob es mit vergleichbaren Horror-Spielen wie Alien: Isolation mithalten kann, erfahrt ihr hier in diesem Test.

Nach einer sehr kurzen Einführung in die Geschehnisse wachen wir auf der Station in einer Schlafkapsel auf und müssen herausfinden was passiert ist. Alle anderen Crew-Mitglieder und Passagiere sind tot oder verschollen. Ausschnitte davon sehen wir bereits in den Trailern, wie beispielsweise diesem:

Inhalt

Und so werden wir als Spieler in die Welt gesetzt, mit Aufgaben die man erledigen soll, wie bestimmte Gegenstände oder Personen zu finden. Dabei schreibt das Spiel ein was ganz groß – Erkundung, Erkundung, Erkundung und das ganz allein. Da man zu Beginn keine Waffe hat, der Raum um einen generell sehr dunkel ist, steigt man sofort in das Horror-Feeling ein. Noch dazu knarzt überall um einen das Schiff und Lichteffekte, Schatten sowie die vielen engen Gänge bringen das Umfeld sehr gut an den Spieler heran. Weiterhin gibt es viele Momente, in denen das Spiel mit Musik, lauten Knallen und anderen Dingen den Spieler vom Stuhl springen lassen. Um was genau es sich bei diesen „Dingen“ handelt, verraten wir natürlich nicht.

Mit der Zeit lernt man den Innenraum dann etwas kennen, stößt aber immer wieder auf kleine Feinheiten, die sich entdecken lassen, sowie auf Feinde, die einem zu Beginn des Öfteren über den Weg laufen. Dabei kann man an Terminals mit Überwachungskameras die Gänge erkunden und muss richtig abstimmen, wann man durch die nächste Türe schleicht.

syndromejpg-9964f0_1280wOder man ist eher ein Draufgänger und eröffnet mit den im Spiel vorhandenen Waffen das Feuer, was aber dank der fehlenden Munition nicht lange anhalten dürfte. Der Spieler muss also jederzeit abschätzen, ob sich ein offenes Gefecht lohnt oder er lieber im dunkeln hockt und den Gegner mit Glasflaschen in andere Gänge führt. Alles in allem ergibt das eine super Balance, damit das Spiel nicht zu einfach und damit langweilig wird.

Technik und Grafik

Was weniger eine Balance ergibt sind die Interaktionsmenüs in den verschiedenen Ebenen, die schneiden im Test vom Design des Interfaces eher schlecht ab. Auch wenn sie optisch ins Bild passen, finden wir das Design an sich zu schlicht. Auch Objekte die man finden kann stechen extrem aus der Umwelt heraus, so sieht man keine Notizkarten irgendwo am Boden liegen, sondern eine mit leuchtendem Gelb umrundete Notizkarte. Das passt nicht so wirklich in das sonst düstere Umfeld. Objekte die man finden kann, sind also praktisch nicht zu übersehen, was aus unserer Sicht anders gelöst worden sein könnte. Als Ausrede darf hier gelten, dass die Raumstation mit ihren 8 Ebenen doch recht groß ausfällt. Es ist zwar ärgerlich, kleinere Gegenstände auf Anhieb nicht zu finden – doch das ist etwas, was der Atmosphäre ziemlich beiträgt.

Insbesondere deswegen, weil man sich dann viel mehr auf6-1024x576 die Suche konzentrieren muss und von eventuellen Gegnern schnell mal überrascht werden dürfte. Auch erst entdeckt werden muss das Terminal zum Speichern, denn das wird schnell mal übersehen. So ergibt sich in den ersten 90 Minuten keine Möglichkeit zum Speichern – bei uns zumindest nicht, denn beim ersten Testspiel haben wir in genannter Zeit keine Möglichkeit gefunden.

Trotz der gelben Umrundungen von Items spricht die Grafik für sich. Sie sieht wirklich nicht schlecht aus, macht aber auch keinen Meilensprung nach vorne. Was hier noch genannt werden muss, sind die Framerate-Einbrüche. Selbst auf hochwertigen Rechnern leidet das Spiel immer wieder unter massiven Einbrüchen der Framerate. Das ist im Test glücklicherweise nie passiert, wenn Gegner vor uns standen, denn bei einem solchen Fall kann das auch mal das Leben kosten, was sehr ärgerlich wäre.

Auch bitter aufgestoßen ist uns eine Stelle im Schiff, in welcher der Spieler durch den Boden aus der Station oder dem Schiff fällt. Ob es noch mehr solche Stellen gibt, wissen wir nicht – entdeckt haben wir bisher keine, doch denken wir, dass es sich hier um einen Bug handelt, denn beim nächsten mal an gleicher Position konnten wir die Tür problemlos passieren.


Fazit:

Grafisch macht das Spiel keine großen Abzüge zu anderen Spielen der Horror-Szene, auch wenn es nichts glanzvoll Besonderes ist. Dennoch sieht es schön aus und lässt den Spieler tatsächlich in einer dunklen Horror-Welt versinken, mit guten Eindrücken und Schock-Momenten, welche aber mit Effekten und Feeling aus Alien: Isolation oder Soma nicht ganz mithalten können.

Für Einsteiger in die Horror-Szene ist aber dennoch sehr gut geeignet. Die wenigen Bugs die uns aufgefallen sind, können störend sein, doch darf man sicher davon ausgehen dass diese noch behoben werden mit zukünftigen Patches (die teilweise schon erfolgt sind).

Insgesamt macht das Spiel also eine gute Figur und lohnt sich damit durchaus einmal von euch selbst angespielt zu werden.

Syndrome

rund €20
Syndrome
7.125

Audiovisuelle Qualität

8/10

    Inhalt / Umfang

    7/10

      Steuerung

      7/10

        Handlung

        7/10

          Positiv

          • Gutes Horror-Feeling
          • gelungene Schock-Momente
          • passender Grafikstil
          • gutes Kampfsystem & Herausforderungen

          Negativ

          • Bugs und Glitches
          • miserable, deutsche Übersetzung
          • kaum erwähnenswerte Haupthandlung

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