Test: Shooty Fruity

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Endlich wieder Spaß bei der Arbeit.

Mit Shooty Fruity bekommen Playstation VR-Nutzer einen weiteren Titel aus der Reihe “Irgendwas mit Früchten“. Nachdem bereits Fruit Ninja den Schritt in die virtuelle Realität gemacht hat, gibt es nun einen noch fortgeschritteneren Früchtchen-Slasher. Wenn man es denn so nennen mag. Gemeinsam haben die beiden nämlich nur eine Sache – dem Obst geht es an den Kragen. Und lasst euch nicht täuschen, auch wenn der Titel sich im Vorfeld eher nach 0815-Indie-Gedöns anhört, so bietet er aktuell doch einiges an simplen Spielspaß für einen schmalen Taler.

Aber fangen wir doch mal ganz woanders an. Worum geht es in Shooty Fruity überhaupt? Ganz einfach: ihr müsst euch im Alltagsjob beweisen und den Umsatz generieren um die Firma zufrieden zustellen. Mit einer kleinen Ausnahme, die ihr euch eventuell schon gedacht habt – ihr werdet von allen möglichen Arten von nahrhaften Gewächsen angegriffen die versuchen euren Arbeitsplatz zu zerstören oder euch anderweitig zu behindern.

Mit Pistole und Melone

Im Gegensatz zu einigen anderen bekannten PSVR-Spielen wie Resident Evil 7 oder Until Dawn: Rush of Blood setzt der kleine aber gesunde Shooter auf einen deutlich lustigeren Ansatz. Daraus wird auch absolut kein Geheimnis gemacht. Nach dem Tutorial landet ihr in eurem Pausenraum wo die Highscores, unterschiedlichen Spielmodi und Waffen anhand von Automaten dargestellt werden. Somit wird der Spieler nochmal einen ganzen Batzen eher in die Spielwelt gezogen, als wenn man sich nur ein “normales” Menü ausgedacht hätte.

Dieser Grad an Immersion zieht sich auch durch das gesamte Spiel, von dem Kaufen neuer Karten mittels Tastendruck an den Automaten bis hin zu den unterschiedlichen Aktivitäten die man im Markt ausführt wie zum Beispiel der Dienst an der Kasse. Hierbei handelt es sich um den Standard-Modus, wo es gilt die Einkäufe von der linken Seite kurz über die Kasse zu schieben und schließlich die Waren auch auf die Ablage zu bringen. Hierdurch sammelt ihr nämlich Punkte, welche wiederum die unterschiedlichen Waffen freischalten. Von der Pistole, über den Revolver, die Shotgun bis hin zur klassischen Granate ist alles mit dabei. Hier lässt sich auch das Loadout vor den einzelnen Runden anpassen, damit es euren Bedürfnissen gerecht wird. Wer sich also eher als Mensch von schnellen Maschinenpistolen sieht, kann wohl auf die Schrotflinte verzichten und stattdessen die Uzi mit an die Kasse nehmen.

 

Besonders schön ist auch, dass ihr die Waffen nicht (ganz) in einer festgelegten Reihenfolge erhaltet sondern Punkte verdient, womit man sich im Pausenraum dann neue Schießeisen erwerben kann. Dies unterscheiden sich auch alle deutlich in der Handhabung und bieten für so einen kleinen Titel ein erstaunlich gutes Gunplay. Auf der anderen Seite bietet Shooty Fruity abseits des Fortschritts der Waffen nicht besonders viel. Es existieren zwar noch weitere Modi, welche sich auch anders spielen als die Kasse, jedoch möchten wir diese zum Selbstschutz an dieser Stelle nicht spoilern. Am Ende des Tages landet ihr auf ca. vier Stunden Spielspaß im chaotischen Supermarkt.

 

Komme was wolle

Wir merken also – Shooty Fruity ist lustig und macht Spaß. Und es dauert 4 Stunden. Angesichts des Preises für 19,99€ scheint dies ein ganz guter Deal zu sein, oder? Wäre da nicht der Fakt, dass die Ballerei nach kurzer Zeit schon ihre Motivation verliert. Auch wenn man nochmal die Lokalität wechselt, so bleibt das Prinzip des Shooters immer mehr oder weniger das Gleiche – Multitasking. So beginnen auch die Anfangs lustigen Sprüche der Einweiserin auf die Dauer zu nerven statt zu unterhalten. Auch wenn man hier stark an GLaDOS aus der Portal-Reihe erinnert wird, schafft man kaum den gleichen Charme

zu versprühen.

Des weiteren gilt es zu erwähnen, dass wir hier eine deutsche Synchronisation mit deutschen Texten haben was auch nicht selbstverständlich ist. Akustisch bietet der Titel leider auch keinen großen Mehrwert, da hier keine Melodien im Gedächtnis bleiben. Was aber auch gut ist. Immerhin handelt es sich hier um einen Supermarkt, der von Früchten angegriffen wird. Da muss man auch authentisch bleiben.

Fazit

Wer gerne mal den etwas anderen Supermarkt-Besuch haben will, der dürfte mit Shooty Fruity glücklich werden. Auch wenn man nicht wirklich lange hinter dem digitalen Tresen steht, so ist die Grundprämisse doch sehr spaßig. Kein Spiel für eine mehrstündige Sessions, wer jedoch ab und an einfach ein wenig Spaß haben will, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten sich Gedanken machen, ob sie mit dem Humor des Spiels klar kommen und welche Alternativen es gibt. Insgesamt gehört Shooty Fruity definitiv zu den spaßigeren Erfahrung die man auf der PSVR – und natürlich auch auf HTC Vive und Oculus Rift – haben kann.

 

Shooty Fruity

19,99
7.3

Audiovisuelle Qualität

7.5/10

Inhalt / Umfang

6.0/10

Gameplay

7.0/10

VR-Komfort

8.5/10

Positiv

  • toller Humor
  • geschmeidiges Gameplay
  • interessante Spielmodi

Negativ

  • Wenig Abwechslung
  • Geringer Umfang

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