Test: Playstation VR

PSVR

Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen. Es geht dabei um einen Jungen, der nie zu den beliebtesten auf dem Schulhof zählt. Der für sein „Gaming“-Hobby eher belächelt wurde, anstatt gefeiert. Doch die Zeiten sollten sich ändern. Das Internet setzte sich durch, fast jeder trägt heutzutage ein Smartphone mit sich rum und man lacht deutlich weniger über Pascal.

Vorstellungsrunde

Die Dinge haben sich gedreht und nun bin ich der erste Ansprechpartner was technische Probleme oder ähnliches angeht. Und auch derjenige, der direkt den „heißen Scheiß“ am Start hat. Zum Beispiel die Playstation VR. Oft genug bekommen meine Eltern Besuch, den ich dann wiederum in mein Zimmer einlade – für eine Vorstellung der virtuellen Realität.

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Mit schlichtem Design präsentiert sich Sonys VR-Brille

Im Vorfeld sollte man nochmals klar stellen: Playstation VR kommt nicht auf das Level einer Vive oder einer Oculus. Das will es auch gar nicht, denn dies wäre viel zu teuer für den eigentlichen Sinn des Gadgets. Für ein simples Gimmick wiederum, ist es jedoch viel zu teuer. Ich vergleiche es oftmals mit der Erfahrung eines HD-Fernsehers oder eines alten Röhrenbildschirms zu PS3-Zeiten.

 

Und wie auf einem PS3-Bildschirm wirkt manchmal auch die Auflösung der kleinen Brille, da ihr schlichtweg die Leistung fehlt. Wer hier High-End erwartet wird leider enttäuscht. Wer die bestmögliche VR-Erfahrung mit einer Heimkonsole haben möchte, der legt sich am besten noch die PS4 Pro zu, welche die Brille noch ein ganzes Stückchen besser aussehen lässt. Beziehungsweise deren Inhalte.

Hinzu kommen die Move-Controller für einige Spiele, am besten ein Paar sowie die benötigte Kamera zum erkennen des Headsets. Je nachdem, welche Angebote man findet, landet man bei ca. 950€ für die komplette VR-Erfahrung.

 

Plug’n’Play

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Auf diesem Bild nicht zu sehen – der Kabelsalat

In Sachen Installation und Anschluss bleibt sich Sony treu und gestaltet diese denkbar einfach – ein Paar Kabel, eine Mini-Box und ein Headset später hat man die Brille in etwa 20 Minuten aufgebaut. Modebewusste Gamer werden sich an den nötigen Kabeln, die abseits der Nutzung herumliegen, etwas stören aber auch das ist verkraftbar.

Erwähnenswert sollte hier auch sein, dass die PSVR über ein integriertes Mikrofon verfügt weshalb ihr bei Online-Spielen wie RIGS nicht noch mehr Verkabelung benötigt. Wie die Installation, so auch die Bedienung – simpel und intuitiv. Die Menüführung bleibt die gleiche wie beim „Non-VR“-Modus. Lediglich die immer wiederkehrenden Warnungen und Kalibrierungsanfragen stören das konsolentypische „Plug’n’Play“-Gefühl.

Wer sich davon nicht abbringen lässt erhält ein sehr gut verarbeitetes Virtual-Reality-Headset, welches selbst bei mehrstündigen Sessions nicht schwer auf dem Kopf liegt. Auch Brillenträger haben genug Platz unter der Linse und können so in den Genuss der virtuellen Realität kommen. Insgesamt erfordert das Headset – abgesehen von der Kalibrierung zur Position – kaum zusätzliche Anpassungen an den Kopf, wodurch ein schneller Wechsel des Spielers ermöglicht wird.

Paart man dies mit der intuitiven Bedienung sowie den sehr einsteigerfreundlichen VR-Titeln wie zum Beispiel der Sammlung Playstation VR Worlds, erhält man nicht nur ein Gadget sondern ein faszinierendes Spielzeug für die ganze Familie.

 

Die Killer-App für VR: Soziale Interaktion

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Auch Playstation Move trägt zur VR-Erfahrung bei

Es gibt eine Sache, welche Playstation VR den anderen Headsets voraus hat – es ist sozial. Ich glaube wir sind uns alle einig, dass VR eine Technik ist die begeistert. Doch sie kann uns am PC noch so sehr begeistern, noch schöner wird es nur wenn wir diese Begeisterung mit anderen teilen können. Und diese Atmosphäre einer kleinen Veranstaltung oder Vorführung im eigenen Wohnzimmer lässt sich so leicht nicht duplizieren.

Manche Leute veranstalteten ganze Parties, wodurch sich Leute versammeln und weitere soziale Interaktionen entstehen, die nicht direkt mit der Technik zu tun haben sondern eher mit den Auswirkungen dieser.

Wir danken für den Support

Doch auch die beste Hardware ist nichts ohne die passende Software. Hier bietet Sony eine überschaubare Anzahl an Titeln, welche sich wiederum auf die unterschiedliche Genres aufspalten. Darunter die klassischen Sammlungen, wie das eingangs erwähnte Playstation VR Worlds, hochwertige VR-Erfahrungen á la Batman: Arkham VR oder Indie-Titel wie Thumper. Ganz zu schweigen vom Horror-Hit Resident Evil 7, der sich in VR deutlich gruseliger präsentiert.

Die Liste der Titel ist zwar überschaubar, doch noch immer ausbaufähig. Dementsprechend ist es umso wichtiger zu wissen, dass Sony die Plattform weiterhin unterstützt und auch exklusive Titel wie Farpoint hervor bringt um die Faszination der virtuellen Realität weiter auszubauen. Jedoch beschränkt man sich hier nicht nur auf Spiele, auch Filme oder andere Anwendungen können der Playstation VR einen Nutzen abgewinnen. Wer sich für 3D-Filme interessiert, der hat nun die Möglichkeit diese mit der VR-Brille zu betrachten. Auch YouTube erhielt ein Update für die Playstation 4, was es nun ermöglicht die dortigen 360°-Videos anzusehen.

Fazit

Virtual Reality hat es schwer. Und Sony hat es geschafft, diese massentauglich zu machen. Eine kleine aber feine Auswahl an spielen, günstig in der Anschaffung und ein Highlight für interessierten Besuch.

Besonders durch den Vorführeffekt und die somit entstehende soziale Interaktion schafft es Sonys Virtual Reality Headset mehr als nur ein Gimmick zu sein. Und wenn man einen Blick in die Zukunft wirft, lässt sich mit Zuversicht sagen – die Playstation VR wird eine Technik bleiben, die begeistert.

Playstation VR

378,89€
Playstation VR
80

Verarbeitung

9/10

    Technik

    8/10

      VR-Komfort

      8/10

        Zubehör

        7/10

          Software

          9/10

            Positiv

            • Tolle Verarbeitung
            • Starke Software durch Sonys Support
            • Leichte Inbetriebnahme
            • Gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
            • Bringt Menschen zusammen

            Negativ

            • Teures Zubehör für die volle Erfahrung
            • Schwache Auflösung auf der klassischen PS4

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