Test: Moss (Oculus Quest)

Das bereits zwei Jahre alte „Moss“ von Polyarc hat schon 2018 für Aufsehen gesorgt und wird bis jetzt noch als eines der bezauberndes VR-Erlebnisse im Bereich Action-Adventure-Puzzlespiel mit hohem Niedlichkeitsfaktor gesehen.

Am 28. Februar 2018 wurde Moss als ein PSVR Exclusive veröffentlicht. Im Juni 2018 folgte eine Portierung für Windows, welches VR-Geräte wie die Oculus Rift und HTC Vive unterstützt. Zum Launch der Oculus Quest am 21. Mai 2019 erlebte Moss einen neuen Aufschwung und Polyarc lieferte das erste DLC „Twilight Garden“. Wer Moss noch nicht gespielt hat, bekommt jetzt eine kleine Ausführung, was einen erwartet.

Das Spiel beginnt in einer Bibliothek und man sitzt vor einem dicken Buch. In diesem Buch ist die Geschichte von der kleinen Maus „Quill“ festgehalten, welche von ihrem großen Abenteuer träumt.

Die Story von Moss ist ein klassisches Abenteuer Märchen; ein unscheinbarer Held (hier eine Heldin) macht sich auf ein Abenteuer, um eine wichtige Person zu finden bzw zu retten. Auch wenn es sich vielleicht nach etwas Bekannten anhören mag, haben die Entwickler so viel Charme in das Spiel gelegt, dass es wirklich wundervoll geworden ist und sich nicht wie eine 0815-Geschichte anfühlt.

Als Spieler/in nimmt man eine Doppelrolle ein, nämlich als der „Leser“ und als „Quill“. Als Leser beobachten man das Abenteuer der kleinen Quill aus der Luft und unterstützt sie, indem man größere Objekte bewegt, Quill heilt oder Gegner kurz festhält. Mit dem Joystick und zwei Tasten steuert man Quill, meistert kleinere Hüpf- und Rätselpassagen und bekämpft fiese Krabbenmonstern bis hin zur fürchterlichen Schlange.

Die Welt von Moss wurde liebevoll und sehr detailreich gestaltet und hat, meiner Meinung nach, eine ausreichende Abwechselung. Leider sind die Rätsel dafür nicht sonderlich abwechslungsreich und ziemlich einfach. Auch etwas zu bemängeln ist die Spieldauer von circa 4 Stunden. Dafür hat das Spiel viele liebenswürdige Momente, wie zum Beispiel, das „High-Five“-Geben nach einem siegreichen Bosskampf oder Lösen eines größeren Rätsel.

Ich persönlich war doch etwas traurig als ich das Ende erreichte. Ich fühlte mich wie ein kleiner Junge, welcher eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen bekommen hat und einfach noch nicht schlafen wollte, weil die Geschichte so wundervoll war.

Aufgrund des Alters von „Moss“, sind die meisten Probleme behoben worden. So der ein oder andere Bug in der Steuerung oder das leichte Glitchen von Gegnern gibt es zwar noch aber die sind verzeihlich.

Da Springen und Ausweichen auf der gleichen Taste gelegt sind, kann es doch mal vorkommen, dass man während eines Kampfes, sich von einer Plattform abrollt statt auf die nächste Plattform zu springen und einfach runter fällt. Jedoch hab ich dies als nicht sonderlich störend empfunden.

Selbst in 2020 ist Moss immer noch ein verdammt hübsches Spiel mit sehr viel Charme. Für eine Einzelspieler-Erfahrung empfehle ich Moss wirklich jedem, der ein Herz für Mäuse und spannende Abenteuer haben. Allerdings sind 30 Euro einfach zu teuer für die 4 Stunden Spielzeit.

Moss (Quest)

29,99€
8.8

Audiovisuelle Qualität

9.0/10

Inhalt/Umfang

8.0/10

Vr-Komfort

8.5/10

Preis/Leistung

9.5/10

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