Test: Arizona Sunshine auf der Oculus Quest

Das bereits im Jahr 2016 von Vertigo Games veröffentlichte Arizona Sunshine ist seit dem 5. Dezember 2019 nun auch für die Oculus Quest erhältlich. Der Publisher verspricht einen 360° Zombie-Shooter der Extraklasse mit der genialen Bewegungsfreiheit der Oculus Quest. Im Groben ist die Kiste mit Zombie-Apokalypse ein alter Hut, dennoch ein Dauerbrenner.

Denn es gibt doch kaum etwas entspannenderes als nach einem stressigen Arbeitstag den ganzen Frust an Horden von Zombie abzuladen,… und zwar mit einer großen Menge Blei! Der Einstieg in das Spiel gestaltet sich ziemlich simpel und intuitiv – wie sieht es mit dem Rest aus?

Mauer, aber spaßiger Ballerspaß

Wer nun eine krasse Story wie bei „The Walking Dead“ erhofft, wird leider enttäuscht sein. Die Story ist meiner Meinung nach, ziemlich lau. Wir wachen als ein Unbekannter mitten in Arizona auf, schlachten uns durch Haufenweise Zombiehorden durch und suchen nach anderen Überlebenden. That‘s it. Jedoch ist dieser VR-Shooter ja auch nicht dafür gemacht. Dieser Titel ist für Personen gedacht, welche Spaß daran haben, alleine oder mit Freunden, á la Left4Dead Zombies sich durch Zombiehorden zu schießen.

Damit das Prachtstück auf der Quest ordentlich läuft, mussten leider einige Abstriche gemacht werden. Mir ist zumindest eines schnell ins Auge gefallen und das war die Grafik. Sie hat mich irgendwie an früher erinnert und wenn ich von früher rede, meine ich 1998 als ich „Turok 2 – Seeds of Evil“ auf meiner N64 gezockt habe. Wenn man sich die aktuellen Spiele auf allen Plattformen anschaut, hat man schon teilweise Mühe Film von Spiel zu unterscheiden und ich persönlich mag solche aufpolierten Augenschmeichler.

Jedoch muss man eins klar sagen, die Oculus Quest hat nun mal eine begrenzte Leistungsfähigkeit hat. Und was ich noch mehr mag als Augenschmeichler, ist ein flüssiges Gameplay. Ich bin der Meinung, dass haben Vertigo Games/JayWalker ziemlich gut hinbekommen. Das Spiel hat im gesamten Test keinerlei schwerwiegende oder gar störende Ruckler gezeigt. Es kam vielleicht der ein oder andere Bug zum Vorschein, wie das plötzliche Verschwinden und Auftauchen eines Zombies oder in der Tür hängenbleiben, aber das ist ja heutzutage gut verschmerzbar, zumal sich größere Publisher schon einiges mehr erlaubt haben.

Der Preis der portablen VR-Qualitäten

Trotz des Grafik-Downgrades fiel es mir jedoch überhaupt nicht schwer mich auf das Spiel einzulassen, denn es hat einfach eine Menge Spaß gemacht Kopfschüsse an Zombies zu verteilen. Und da hatten man schon ab und an, die Qual der Wahl bezüglich der Entscheidung der Schießeisen. Zur Auswahl gibt es einige Pistolen und Revolver, eine Schrottflinte, paar Uzi´s und sogar einen Granatwerfer. Zudem gibt es im Laufe der Story einige Aussichtsplattformen mit einem Scharfschützengewehr oder einem schweren Maschinengewehr. Das Zielen mit den Waffen ging gut von der Hand und wird mit einem Roten Laserpunkt unterstützt.

Ein Lichtblick am Ende des Apokalypsen-Tunnels gibt es indes auch: Bereits jetzt hat Vertigo Games weitere Inhalte als Update auf einer Roadmap angekündigt. So werden bis April 2020 drei kostenlose Updates und zwei gänzlich neue DLCs erscheinen.

Auch Englisch-Muffel kommen auf ihre Kosten, da das gesamte Spiel eine deutsche Synchronisation spendiert bekommen hat, zwar jetzt nicht auf Niveau von AAA-Games aber es ist eine vorhanden.

Fazit

Arizona Sunshine hat eine Menge Spaß gemacht und auch die ein oder andere Abwechslung geboten. Man sollte sich gut überlegen, ob man sich die Version für die Quest wirklich kaufen will. Empfehlenswert ist es, das Spiel im Oculus-Rift-Store zu kaufen und mit dem Link-Kabel die Quest zu verbinden, um das Grafik-Downgrade zu vermeiden. Zumal in dem Spiel keine große Bewegungsfreiheit gefordert wird aufgrund des Teleportationssystem. Jedoch stößt der stolze Preis von 40€ ganz schön sauer auf.

Für jeden, der da drüber steht gilt: Mit Arizona Sunshine findet endlich der beste Zombie-VR-Shooter Platz auf der Quest!

Arizona Sunshine (Quest)

39,99€
7.3

Audiovisuelle Qualität

6.0/10

Inhalt/Umfang

7.0/10

Gameplay

8.0/10

VR-Komfort

8.0/10

Positiv

  • flüssiges Gameplay
  • ordentliche Waffenauswahl
  • Smartwatch als Einstellungsinstrument
  • abwechslungsreiche Zombiearten
  • Solide Sounds und dt. Vertonung

Negativ

  • die deutsche Synchronstimme ist gewöhnungsbedürftig/schlecht
  • die Witze sind (gewollt?) schlecht
  • erheblicher Grafik-Downgrade für die Quest
  • keinerlei Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung
  • recht teuer

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