Teslasuit bekommt besonderen VR-Handschuh mit Haptik-Gelenken

Das 2016 gegründete VR-Startup Teslasuit ist für den gleichnamigen Ganzkörperanzug bekannt, der VR-Nutzern mittels präziser Vibration virtuelle Berührung am Oberkörper, den Armen und den Beinen sowie Temperaturschwankungen vermitteln soll.

Zum Beispiel soll der Anzug Regentropfen oder Schläge realistisch abbilden. Außerdem erfasst er mit 14 Trackingsensoren die Bewegungen des Nutzers und überträgt sie auf einen Virtual-Reality-Avatar.

Auf der CES 2020 Anfang Januar in Las Vegas will Teslasuit jetzt das nächste Bauteil für realistische VR-Haptik vorstellen: den Teslasuit Glove. Der VR-Handschuh verfügt über zahlreiche Sensoren, die Form und Textur virtueller Objekte spürbar machen. Allein an jeder Fingerspitze sitzen neun Elektroden für die Berührungsvermittlung.

Weitere Sensoren erfassen die Bewegungen der Finger sowie die Drehung des Handgelenks. Biometrische Sensoren messen zum Beispiel den Puls. Natürlich können die Handschuhe über Wi-Fi mit dem kompletten Teslasuit verbunden und synchronisiert werden für eine vollständige VR-Körpersteuerung.

Exoskelett am Handrücken leistet haptischen Widerstand

Sehr auffällig sind die künstlichen Gelenke, die vom Handrücken ausgehend an die Fingerspitzen reichen und über Bänder mit kleinen Motoren verbunden sind.

Sie leisten passend zu einem virtuellen Objekt Widerstand: Ein Softball lässt sich beispielsweise noch einfach zusammenknautschen. Bei einem Tennisball hingegen würden die Gelenke nach oben ziehen, sodass der Nutzer die Hand nur so weit schließen kann, wie er den virtuellen Tennisball umfassen kann. Dadurch fühlt es sich an, als ob er dass virtuelle Objekt tatsächlich in den Händen hält.

Erscheinen soll der Teslasuite Glove in der zweiten Jahreshälfte 2020. Der Preis ist noch unbekannt. Der VR-Handschuh richtet sich wie der rund 5.000 US-Dollar teure Anzug an professionelle Nutzer beispielsweise für VR-Trainings in Unternehmen oder im medizinischen Bereich.


Quelle: The Verge

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