Test: Superhot VR

superhot-thumbnail

Bevor wir beginnen, möchte ich jedem von euch eine Frage stellen. Hast du dich schon einmal richtig cool gefühlt? Und ich rede jetzt nicht von Sonnenbrillen- oder Lederjacken-Cool. Sondern so „richtig“ cool? Nein?

Ich auch nicht. Und wenn doch auch ok. Jedenfalls gibt es jetzt ein Spiel, welches genau dieses Gefühl bieten kann. Da ihr alle schlau genug wart auf die Review zu klicken muss ich nicht erwähnen, dass es sich hierbei um SUPERHOT VR handelt. Dieses erschien vor kurzem endlich für die Playstation VR und ist meines Erachtens jetzt schon ein Must-Have für die Brille. Warum? Das erfahrt ihr im Text.

Maximaler Minimalismus

SUPERHOT ist keinesfalls ein neues Spiel. Schon im Februar 2016 durften sich die meisten Spieler an dem simplen aber doch faszinierendem Spielprinzip ergötzen. An alle, die es noch nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung: Ihr spielt eine Art „Söldner“ in einer digitalen Polygon-Welt, wo die Zeit nur voran schreitet wenn ihr euch bewegt. Klingt simpel? Ist es an sich auch.

So versucht ihr euch in Zeitlupe oder im kompletten Stillstand durch die unterschiedlichen Level zu kämpfen, während mehrere Kugeln auf euch herab regnen. Dabei stehen euch selbst unterschiedliche Gerätschaften wie Messer, Wurfsterne oder klassische Feuerwaffen zur Verfügung.shvr 1

Soweit so gut. Doch was springt für die Leute raus, die es bereits mit der „normalen“ Steuerung gespielt haben? Einiges. Denn, SUPERHOT VR ist eines der Spiele, welche geradezu für VR geschaffen wurden. Dies liegt unter anderem auch an der Entscheidung, dass Spiel explizit für den Move-Controller auszulegen. Somit wird der Spieler direkt gezwungen, physisch in „die Nähe der Bedrohung“ zu gehen um beispielsweise einen Nahkampf-Angriff durchzuführen oder einem Feind die Waffe aus der Hand zu entreißen.

Sie nannten ihn Neo

Und der Zeitlupen-Effekt wirkt in der virtuellen Realität genauso wie er sollte – befremdlich auf der einen Seite, faszinierend auf der anderen. Durch das Tracken von drei unterschiedlichen Punkten (den beiden Händen, sowie dem VR-Headset an sich) gelingt dem Spiel eine realistische Simulation des eigenen Körpers, was sehr wichtig für das Trefferfeedback ist. Denn ein Treffer ist das aus – keine Lebensanzeige, keine Health-Packs, ein einziges Leben und ein Treffer. Wer verliert, muss das Level noch einmal von vorne starten.

Dies könnte sehr frustrierend sein, wenn man nicht ganz genau wüsste warum man gestorben ist. Es hat einen ähnlichen Effekt wie bei – Ja, der Vergleich muss sein – Dark Souls. Je mehr Übung man jedoch sammelt, desto schneller und geschmeidiger bewegt man sich durch die Level. Denn das Tempo wird ja von dir, dem Spieler, vorgegeben.

Leider ist in SUPERHOT VR nicht alles Gold was glänzt – also eigentlich glänzt hier gar nichts aber ihr wisst was ich meine. Denn, auch wenn das Gameplay ein echter Genuss ist, so vermisst man doch etwas sehr den dazu passenden Soundtrack. Gefühlt besitzt der Titel keine richtige Musik, was zum einen der doch leicht beklemmenden Atmosphäre gut tut auf der anderen Seite dann aber wiederum ein wenig billig wirkt. Jedoch konnte selbst das uns nicht vom Genuss des Zeitlupen-Abenteuers abhalten.

Virtuelle Problemchen

Jetzt kommt der Punkt in der Review, wo wir auch die negativen Seiten ansprechen müssen. So toll das Spielprinzip auch sein mag, desto schwieriger wird es über die gesamte Dauer des Spiels (etwa 4 Stunden) eben jenes interessant zu halten. Nach dem Abschluss des letzten Levels gibt es neue Modi wie etwa „Speedrun“ oder „Hardcore“ aber dennoch bleiben es die ursprünglichen Level. Ebenso solltet  ihr ganz genau darauf achten, ob euer Setup auch wirklich perfekt eingerichtet ist. Andernfalls könnt ihr euch auf einige unverständliche Frust-Momente einrichten.

Eine Handlung ist zwar vorhanden, aber auch nur vage angedeutet und dürfte den meisten Spielern verschlossen bleiben. Irgendwas mit einem Auftragskiller, einer Organisation im Hintergrund und einer Pyramide. Oder so. Wir haben es auch nicht ganz verstanden.

Fazit

Wie ihr sehen könnt ist SUPERHOT VR nicht komplett fehlerfrei. Aber Probleme,  die es hat, sind wirklich so klein und irrelevant für das, was das Spiel sein will – sodass man gerne darüber hinweg sieht. Wer sich mal wieder danach sehnt, in die virtuelle Realität abtauchen zu können, der kann hier ganz unbesorgt zugreifen. Also schnappt eure Move-Controller und auf in die unterschiedlichsten Polygon-Level!

SUPERHOT VR

SUPERHOT VR
82

Audiovisuelle Qualität

9/10

    Inhalt / Umfang

    7/10

      Gameplay

      10/10

        Geschichte

        7/10

          VR-Features

          9/10

            Positiv

            • Toller Stil
            • Simple Steuerung
            • Easy to learn, hard to master

            Negativ

            • Kaum musikalische Untermalung
            • Geringer Inhalt

            Schreibe einen Kommentar

            Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.