SteamVR bald kabellos?

Die Steam Dev Days, Valves jährliche Entwicklerkonferenz in Seattle, stand diese Woche ganz unter dem Motto VR. Dabei stellte Valve, wie berichtet, unter anderem neue Controller-Prototypen für das HTC Vive vor. Eine weitere interessante Neuigkeit ist, dass Valve aktiv an einer kabellosen VR Lösung arbeitet – denn nichts stört bekanntlich den Spielfluss dermaßen, wie über Kabel zu stolpern.  Dabei hat Valve nun eine „bedeutende Summe“ in das auf Videostreaming spezialisierte Unternehmen Nitero investiert, wie Sven Mesecke, Mitgründer und VP des Unternehmens, in einem Gespräch mit UploadVR erklärte.

Nitero hat bereits eine auf VR zugeschnittene Demonstration auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) vorgestellt. Das Unternehmen setzt dabei auf hochfrequenten Funk im 60 GHz Spektrum, um ein vielfaches höher angesiedelt als das WiFi Spektrum. Diese Signale können zwar keine Wand durchdringen, erlauben aber weit höhere Bandbreiten. Dadurch kann auf komplexe und somit zeitaufwändige Kompressionsalgorithmen verzichtet werden, was Latenzzeiten unterhalb einer Millisekunde ermöglicht – eine zwingende Voraussetzung für eine flüssige und angenehme VR Erfahrung. Erste Schwierigkeiten, bei denen das Headset das Signal verlor sobald der Sender keine direkte Sichtlinie zum Empfänger hatte, sind nach Aussagen von Sven Mesecke behoben.

Nitero selbst stellt jedoch keine Endgeräte her, sondern erforscht nur die Technologie. Für die Implementierung ist das Unternehmen daher auf einen Hardware-Partner angewiesen, eine Partnerschaft die wie geschaffen scheint für Valve. Nitero ist dabei nicht das einzige Pferd im Rennen, mehrere Firmen versuchen im Moment fieberhaft, eine funktionierende Lösung für kabelloses VR zu entwickeln. Auch Valve scheint nicht alles auf eine Karte zu setzen, bereits im August hat QuarkVR/Intugame angekündigt, mit Valve an einer kabellosen Version des Vive zu arbeiten. Eine erste Testversion soll noch vor Ende des Jahres funktionieren.

Ob Valve nun in mehrere Lösungsansätze investiert um den besten/schnellsten für sich zu sichern, oder ob sie nun von Intugame auf Nitero als Hoffnugsträger umgeschwenkt haben, ist zurzeit nur Spekulation. Sicher ist jedoch, dass wir als Endnutzer nur profitieren können.


Quelle: UploadVR

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