“Pimp your ride” – Virtual Reality in Freizeit- und Themenparks

Virtual Reality spielt eine enorm wichtige Rolle in der Unterhaltungsindustrie. Jedoch wird VR nicht nur im Gaming-Bereich eingesetzt, sondern ist nun auch immer häufiger in Freizeit- und Vergnügungsparks zu finden. Weltweit bieten verschiedene Parks VR-Achterbahnfahrten an.

Einerseits werden spezielle VR-Attraktionen entwickelt, andererseits werden bereits bestehende Achterbahnen mit VR-Brillen „aufgewertet“ und somit können mit einer Bahn zwei verschiedene Erlebnisse angeboten werden. Realität und Virtualität werden kombiniert: die computergenerierten Animationen sind genau mit den Bewegungen der Achterbahnen synchronisiert und versetzen die Fahrgäste in alle möglichen und unmöglichen Welten.

Virtuelle Animationen während der Achterbahnfahrt © Six Flags

In Amerika eröffnete der Themenpark Six Flags im Frühjahr 2016 die erste VR-Fahrt. Auch in Europa gibt es  zahlreiche Parks, die VR in ihr Programm eingebaut haben. Bereits 2015 hat der Europa Park Rust die bekannte Bahn ‚Alpenexpress’ zusätzlich mit einer VR-Simulation ausgestattet und bietet nun den Alpenexpress Coastiality an, bei dem die Besucher während der Fahrt virtuell in eine andere Welt versetzt werden. Im März 2016 eröffnete der Europa Park bereits die zweite VR-Attraktion, den Pegasus VR-RIDE.

Im Erlebnispark Schloss Thurn in Bayern gibt es seit 2016 den Dinolino-VR-Ride. Der finnische Freizeitpark Linnanmäki bietet die VR-Fahrt Linnunrata eXtra an. Seit April 2016 gibt es im Freizeitpark ‚Alten Towers’ in England die VR-Achterbahn Galactica. Und seit diesem Jahr werden die Gäste der Tivoli Gardens in Kopenhagen während der Fahrt mit Daemonen nach China versetzt.

Einige Parks verrechnen für das VR-Erlebnis einen zusätzlichen Betrag. In den Tivoli Gardens beispielsweise, bezahlt man einen Aufpreis von 25,- Dänischen Kronen (ca. 3,40 Euro) oder für die VR-Fahrten im Europa Park jeweils zusätzliche 2,- Euro. Der Großteil der Themenparks setzt für die VR-Erlebnisse auf den Achterbahnen die Samsung Gear VR ein. Ein komplett anderer Ansatz verfolgt The Void (The Vision of Infinite Dimensions).

Multisensorisches VR Erlebnis @ The Void © Road to VR

The Void ist ein spezieller VR-Vergnügungspark, in dem VR nicht als Zusatz angeboten wird, sondern VR die Hauptattraktion darstellt. Der Vergnügungspark lockt mit dem Slogan „Step beyond reality“ und es gibt bisher drei Standorte: Utah, New York und Dubai. In den Multiplayer Spielen bewegen sich die Spieler in echten Räumen und interagieren mit physischen Objekten.

Laut Heise hat The Void bisher mit der Oculus Rift DK2 gearbeitet, wird jetzt aber auf das neuere Modell umsteigen, welches eine höhere Auflösung bieten soll. Mit den VR-Brillen werden passend zum jeweiligen Thema (von futuristischen Zukunftsstädten bis hin zu historischen Mayatempeln) digitale Hindernisse oder Informationen auf Wände projiziert.

Zusätzlich tragen die Spieler eine spezielle Weste, die mit 22 Punkten für haptisches Feedback ausgestattet ist. Des Weiteren werden die Spieler mit einem „Backtop“ auf dem Rücken ausgestattet. Dies ist eine Art Rucksack, in dem sich der notwendige Rechner befindet, um das freie Bewegen im Raum zu ermöglichen. Mit Wind, Hitze und anderen 4D-Effekten wird die VR-Erfahrung noch immersiver, noch realer, gestaltet.

In Deutschland bieten verschiedene VR-Spielehallen die Möglichkeit, VR Hard- und Software zu testen oder sich die Zeit virtuell zu vertreiben. Diese haben zwar nichts mit den anfangs erwähnten Achterbahnen in Vergnügungsparks zu tun, bieten jedoch auch eine unterhaltsame Abwechslung zum Alltag. Beispielsweise können sich VR-Begeisterte und VR-Interessierte in Nürnberg, Bad Hersfeld oder Karlsruhe austoben.

Virtuix Omni in der Virtius VR Arcade © Virtius

“Erlebe schon heute in Nürnberg die Zukunft des Entertainments.” Ab 14,49 € pro Person kann man in der Virtuos VR-Arcade in Nürnberg für 20 Minuten in die virtuelle Welt eintauchen. Gespielt wird mit der HTC Vive und es stehen auch omnidirektionale Laufbänder von Virtuix zur Verfügung.

Die Arcade VR Lounge in Bad Hersfeld bietet auf rund 200 Quadratmetern ausreichend Spielfläche um die HTC Vive zu testen. Eine große Auswahl an Games sowie Cyberith Virtualizer Treadmills und ein Roto VR Stuhl stehen den Besuchern zur Verfügung. In jedem Raum gibt es KOR-FX Gaming Westen, welche das Spielerlebnis noch immersiver und realer machen. 1 Stunde in der VR Lounge gibt es ab 18,- € pro Person.

Auch der VR | Playspace in Karlsruhe bietet auf drei Spielfeldern verschiedenste VR Games mit der HTC Vive an. Eine halbe Stunde kostet 12,- € pro Person. Neben Gamern und VR-Interessierten spricht diese Location auch aktiv Kulturschaffende und Designer an, die mit VR neue Möglichkeiten und Tools testen möchten.

Auch unsere Nachbarn in Österreich und der Schweiz bieten VR-Spielwiesen an. Das VR Center in Zürich bietet drei unterschiedliche Gaming-Kategorien an: Explorer, Shooter und Horror (cooming soon).  Eine 20-minütige Session gibt es ab 45,- CHF. Im VR Café vrei in Wien können die PlayStation VR und die Samsung Gear VR gratis getestet werden. Für Spiele mit der HTC Vive, VR Racing oder VR Achterbahn werden mindestens 5 coins (5 coins gibt es ab 3,- €) verrechnet.

Schlussendlich hat sich der Kreis doch wieder geschlossen und wir sind im Gaming-Bereich gelandet. War jemand von euch bereits in einer der VR-Spielehallen oder hat eine VR-Achterbahnfahrt in einem Freizeitpark hinter sich? Wie hat es euch gefallen?


Quellen: HeiseVR in tourism, Europa Park & VRODO

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