Guide: Willkommen bei Elite Dangerous

Man könnte sagen, ein neues Zeitalter brach vor kurzem in der Welt von Elite Dangerous an: Mit dem Release der Playstation 4 Fassung erlebt das Spiel einen immensen Zuwachs an neuen Kommandanten. Manche haben schon einige Stunden auf der Xbox One oder dem PC im Cockpit verbracht; andere fühlen sich gänzlich verloren in den schier endlosen Weiten unserer Milchstraße.

Um euch den Einstieg in David Brabens Vision des Weltraums zu erleichtern, gehen wir nachfolgend auf alle wichtigen Fragen zum Beginn eurer Elite-Karriere ein. Falls euch etwaige Antworten fehlen, könnt ihr den Beitrag gerne kommentieren – wir werden zeitnah auf eure Fragen eingehen. Guten und sicheren Flug!

• Was bekomme ich ohne und was mit Horizons?
• Was ist der Unterschied zwischen Offen, Privat und Solo?
• Wie erstelle ich mir mein Holo-Me mit Horizons?
• HUD erklärt
•  Supercruise (inkl 0:07sec Anflug), Hyperdrive und Flug erklärt
• Rebuy erklärt
• Wie komme ich weiter? Was sind ly und wer sind die Fuel Rats?
• Was kann ich tun? Welche Berufe gibt es? etc.

 

Was bekomme ich ohne und was mit Horizons?

Die erste große Season von Elite Dangerous ist die Horizons-Erweiterung. Diese besteht grundlegend aus 4 verschiedenen großen Updates – 2.1 bis 2.4 und der standard 2.0 Version. Jedes dieser Updates hat neue Features mit ins Spiel gebracht, die nur mit Horizons nutzbar sind.

Zum einen, das namengebende Feature – man kann auf Planeten landen.

Auf Planetenoberflächen finden sich so manch interessante Dinge…

Diese Planeten, auf denen man landen darf, sind mit einem blauen Rahmen auf der Systemkarte umsetzt. Planeten ohne Rahmen sind atmosphärische Typen, welche erst später betretbar sein sollen.

Weiterhin verfügt man mit Horizons Zugang zu den Engineers, welche es ermöglichen mithilfe von verschiedenen Materialen und Finanzen ein Schiff weiter zu verbessern. Speziell die Ausrüstung des Schiffes kann hoch gepimpt werden und damit über ihre eigentlichen Leistungsgrenzen hinaus gehen.

Mit 2.3 kam die Multicrew zum Elite-Universum dazu. Diese ermöglicht es, dass man mit Freunden an Board eines Schiffes gemeinsam fliegen kann. Es gibt dabei verschiedene Rollen, welche die Co-Piloten übernehmen können. Dazu gehört die Fighter-Steuerung oder der Kanonier – um zwei Beispiele zu nennen. Als Co-Pilot wird man ohne Nebenkosten am Gewinn beteiligt. Man kann hier 15-30% des Verdienstes des Piloten einrechnen, welcher jeder Begleiter bekommt.

Ebenso besitzt man Zugang zu einer Crew aus KI-Mitgliedern, welche einem gegen einen festen Gewinnanteil (z.B. 12 auf Stufe Meister) immer begleiten und die Fighter steuern können.

Thargoid-Schiff über einem der „Barnacles“.
Was es macht? Weiß niemand…

Für die Multicrew und die KI-Piloten benötigt man jedoch ein passendes Schiff mit mindestens 2 Sitzen und der Möglichkeit einer Fighterbucht, welche als Modul eingebaut werden muss.

Zuletzt kommt das Update 2.4, welches zahlreiche Story-relevante Updates beinhaltet. Mit dem Namen „The Return“ wissen wir auch alle worum es geht – Die Rückkehr der Thargoids.

Was ist der Unterschied zwischen Offen, Privat und Solo?

Es gibt in Elite: Dangerous keinen Offlinemodus, in welchem ihr ungestört spielen könnt. Das Spiel basiert darauf, dass ihr dauerhaft Daten vom Server erhaltet. Das betrifft den mobilen Handelsmarkt, Systemzustände und vieles mehr.

All diese Informationen werden vom Server verarbeitet und den Spielern zugestellt, damit sie – egal in welchem Modus – alle in der gleichen Galaxie sitzen, mit den gleichen Rahmenbedingungen.

Der Unterschied liegt lediglich darin, dass man alleine oder mit anderen Kommandanten spielen kann. Der Offene Spielmodus ist dabei die Version, wo man jedem Spieler begegnen kann. Egal ob man ihn kennt oder nicht, man kann mit ihm interagieren, ihn angreifen oder eben selbst angegriffen werden, zum Beispiel von Spielern die sich im „Roleplay“ wieder finden möchten.

Im Solo-Modus ist man währenddessen absolut ungestört und hat nur KI-Gegner vor sich. Welche natürlich eine geringere Gefahr darstellen als echte Elite-Piloten.

Der Private Modus gibt die Möglichkeit eines Mixes beider Varianten. Ihr könnt Spieler einladen oder von anderen eingeladen werden, um mit diesen zusammen zu fliegen, ohne fremden Kommandanten zu begegnen. Ihr habt also eure Ruhe, während ihr mit Freunden zusammen Spaß haben könnt.

Wie erstelle ich mir mein Holo-Me mit Horizons?

 

Bearbeitung des eigenen Charakters, seit der 2.3 möglich

Mit dem Update 2.3 hat das „Holo-Me“ Einzug ins Spiel gehalten. Über das Holo-Me könnt ihr euren eigenen Charakter erstellen und ihn detailliert in Körper- und Gesichtsform gestalten.

Um euren Piloten gestalten zu können, müsst ihr das rechte Cockpit-Menü aufrufen und dort im „Status-Untermenü“ den Button Holo-Me auswählen, indem ihr [Leertaste (PC)] drückt. Ihr könnt danach im Holo-Menü den Charakter beliebig anpassen, bis hin zu Augenbrauen und Haarlänge.

Das HUD erklärt:

Das „Head-Up-Display“ zeigt dem Spieler alle notwendigen Informationen an, die er benötigt. Gleich von Anfang an, es sind sehr viele Informationen. Und gerade als Anfänger dauert es eine Weile, bis man alles entdeckt hat und sich vor allem danach auch gemerkt hat wozu es da war…

Die „Hauptübersicht“. Die wichtigsten Infos findet ihr hier.

Grundlegend muss man unterscheiden zwischen der normalen „Cockpit-Ansicht“ und den Neben-HUDs. Das Normale Sichtfeld, welches der Spieler hat, seht ihr im bei stehenden Bild. Es ist der Blick aus dem Cockpit ins All.

Hier habt ihr alle notwendigen Informationen zum Schiff und der umliegenden Umgebung. In der Mitte der Scanner, welcher im Umkreis von mindestens 3-8km Einheiten und Objekte anzeigt. Das betrifft andere Schiffe, Asteroiden, Planeten oder Fracht-Container zum Beispiel.

Direkt links um den Scanner herum findet man die Anzeige für die Temperatur – wenn man über 80% der Temperatur hat, nimmt das Schiff kontinuierlich Schaden, was besonders beim Auftanken an Sonnen gefährlich sein kann, aber auch in Gefechtssituationen.


 Supercruise (inkl 0:07sec Anflug), Hyperdrive und Flug erklärt:

Die Geschwindigkeitsanzeige rechts vom Scanner zeigt die aktuelle Geschwindigkeit in Metern Pro Sekunde, Kilometern pro Sekunde oder als Vielfaches der Lichtgeschwindigkeit an. Bleibt man im blauen Bereich, so hat man dabei den kleinsten Wendekreis. Befindet man sich im Anflug auf eine Station im Supercruise, und bleibt im blauen Bereich der Geschwindigkeit, passt das Schiff die Geschwindigkeit automatisch der Entfernung zur Station an, um ohne Probleme per „Drop-Out“ das Überlicht verlassen zu können. Der Spieler muss also seine Geschwindigkeit nicht mehr manuell anpassen und kann gemütlich warten bis das Schiff sich bereit erklärt den Supercruise zu verlassen.

Fliegt der Spieler laut Geschwindigkeitsanzeige über dem blauen Bereich, wird das Schiff immer auf die maximal mögliche Geschwindigkeit beschleunigen.


Links neben der Hitze-Anzeige finden sich alle Informationen zum Ziel des Schiffes. Das Fadenkreuz („Kompass“) zeigt an, wo sich der Gegner befindet. Eine ausgefüllte Kugel bedeutet, relativ betrachtet, vor einem (Relativ deswegen, da es im All kein oben und Unten oder vorn und hinten gibt.), eine unausgefüllte Kugel bedeutet hinter einem. Ist die Kugel in der Mitte, befindet sich das Ziel entweder direkt vor oder hinter einem, je nachdem ob die Kugel ausgefüllt oder leer ist.

Rechts neben der Geschwindigkeit bekommt man alle notwendigen Informationen zum Treibstoff (Fuel), der Energieverteilung (wichtig um die Energie zu verteilen die im Kampf, beim Fliegen oder für das Schild benötigt werden.) und zum Schild- bzw. der Hüllenstärke des eigenen Schiffes. Außerdem befinden sich Informationen zum Fahrwerk, der Massesperre (verhindert die Aktivierung des FSD-Antriebes) und der Frachtöffnung am Schiff.

Das Status-Menü rechts im HUD

Zusätzlich gibt es 4 Weitere Untermenüs, welche zur Orientierung beitragen oder helfen die Steuerung des Schiffes zu überwachen.

Unter anderem das Status-Menü rechts vom Spieler. Damit es sich öffnet, muss der Kommandant einfach nach rechts schauen oder (am PC) die Taste [4] drücken. Anschließend bekommt er ausführliche Informationen zu den Feuergruppen, die Schiffsmodule, das Inventar und dem Status des Schiffes. Unter Funktionen kann er simple Dinge wie Licht, HUD-Helligkeit oder Schleichfahrt aktivieren.

Im Menü „Status“ erhält er ausführliche Informationen zu seinen Finanzen, seinem Status zu den Fraktionen und seinen Rängen.

Das Navigations-Menüs links im HUD

Im linken Menü, dazu muss der Spieler (am PC) die Taste [1] drücken, erhält er Informationen zu den erreichbaren Systemen, das System an sich und seinen Planeten sowie Schiffe und andere Navigations-Objekte im Sternsystem. Im Kampf kann er Subziele von Schiffen anvisieren, um zum Beispiel gezielt das Kraftwerk eines Schiffes unter Beschuss zu nehmen (besonders effektiv im Kampf gegen große Schiffe 😉 ).

Rebuy erklärt:

Jeder Spieler hat eine Versicherung, die es ermöglicht beim Verlieren des Schiffes zu einem geringeren Preis die gleiche Ausrüstung und das gleiche Schiff neu zu erhalten. Dieser Preis beträgt immer 5% des vollen Preises vom Schiff und der gesamten Ausrüstung (Inventar ausgenommen).
Wird der Spieler also zerstört, so kann er kostengünstig sein Schiff wieder bekommen. Hat er die 5% „Rebuy-Kosten“ nicht, so verliert er sein Schiff und muss auf ein anderes zurück greifen. Hat er kein anderes, fängt er mit einer neuen Sidewinder an, wie zu Beginn des Spieles.

Die Kosten die der Spieler aufbringen muss sind im rechten HUD-Menü notiert. Unter den Rängen, direkt unter dem aktuellen Geld-Besitz (Balance) des Kommandanten.

Wie komme ich weiter? Was sind ly und wer sind die Fuel Rats?

Natürlich möchtest du nicht nur in einem System bleiben. Es gibt in Elite ja auch mehr als genug Platz, bei 400 Milliarden Sternsystemen. Doch wie kommst du dort hin?

Der Routenplaner

Du kannst über das Navigationsmenü (links) ganz simpel die Galaxiekarte auswählen. In dieser Karte kannst du Routen planen um zu anderen Sternsystemen zu kommen.

Die Galaxiekarte nimmt dabei automatisch deine Reichweite und stellt ein Netz an Möglichkeiten auf,  wie du fliegen kannst. Das ist abhängig von deiner Sprungreichweite, deinem Laderaum und dessen Füllung und deine Treibstoffreserven. Reichen diese nicht aus, so muss getankt werden.

Sterne sind immer mehrere Lichtjahre (ly) voneinander entfernt. Ihr könnt nur mit Hilfe des Sprunges in andere Systeme kommen. „Normal“ hin fliegen wird nicht funktionieren.

Tanken ist möglich an Stationen gegen einen kleinen Aufpreis (nicht vergleichbar wie Diesel oder Super, weit billiger…) oder mit Hilfe eines Treibstoffsammlers, welchen ihr im Schiff einbauen könnt. Damit könnt ihr an einige Sterne heran fliegen und dort auftanken, was automatisch passiert sobald ihr in Reichweite seit. Jedoch funktioniert das nicht an allen Sterntypen. Ein Pulsar beispielsweise eignet sich nicht dazu.

Habt ihr kein Treibstoff mehr und auch keine Station in der Nähe bzw. irgendeine Möglichkeit, um aufzutanken… dann seit ihr verloren. Könnt neu anfangen und müsst vollständig von vorn beginnen. Dieses System wurde von Frontier gezielt so eingebaut.

Nein… ist natürlich Quatsch. Es gibt eine Spielergemeinschaft, die nennt sich „Fuel Rats“. Diese könnt ihr über das Internet in einem Formular anschreiben und ein Kommandant kommt vorbei, der euch entsprechende Reserven mitbringt und euer Schiff manuell auftankt.

Sollte sich niemand finden der euch helfen kann, habt ihr die Möglichkeit zur Selbstzerstörung. ABER achtet bitte auf eure Rebuy-Kosten. Habt ihr die nicht, ist das Schiff wirklich weg.

Was kann ich tun? Welche Berufe gibt es? etc.

Hier kommen wir zum Abschluss und gleichzeitig zum Schönsten Teil von Elite. Denn es ist nichts vorgeschrieben. Ihr könnt tun und lassen was ihr wollt! Ob ihr nun Piraten jagen wollt, oder selber Pirat werdet. Ob ihr handelt oder für Fraktionen kämpft, oder ob ihr euch ganz zurück zieht und die Tiefen des Alls erkunden wollt… es ist eure Entscheidung!

Die unendlichen Weiten von Elite…

Wichtig dazu ist nur euer Wille und die passende Ausrüstung. Grundlegend kann man aber sagen, dass ihr in Ressourcen-Abbaustellen Piraten jagen könnt, um euch mit Bounty über dem Wasser zu halten. Parallel könnt ihr selber Pirat spielen und andere Schiffe zerstören, um an deren Fracht heran zu kommen, welche danach verkauft wird.

Ihr könnt Handel treiben mit allen Schiffen und Waren von A nach B transportieren. Wie Handelsrouten funktionieren ist etwas umfangreicher, bei Fragen stehen wir euch hier gern zur Verfügung (einfach in die Kommentare).

Und die ruhigste Variante ist das Erkunden… Also Schiff mit Überlicht ausrüsten, alles von Board was nicht benötigt wird – Waffen zum Beispiel – und los geht es. Als Ansporn – bisher wurden weniger als 2% der gesamten Galaxis besucht. 98% habt ihr also noch frei 😉

Tobt euch also aus in dieser Welt, und findet euren Weg. Und egal was andere sagen, es geht um euch, eure Ideen und eure Art zu spielen. Mit allen Vor- und Nachteilen sowie Konsequenzen.

Bei Fragen, wir helfen euch gern. Schreibt uns an oder kommuniziert mit CMDR  Scar ingame (PC).  (vor Scar ein zusätzliches Leerzeichen!)

Wir hoffen wir konnten euch etwas behilflich sein und den Einstieg etwas erleichtern, oder zumindest grundlegende Fragen beantworten. Ansonsten könnt ihr uns diese gerne in eine der vielen Facebook Gruppen wie zum Beispiel Elite Dangeorus Deutschland stellen.

Für PS4 Spieler:

In der offiziellen Playstation 4 Community „Elite Dangerous DACH“ stehen neben Community-Botschaftern übrigens einige andere hilfsbereite Kommandanten bereit!


Quellen der Bilder:

Thargoids an den Barnaclesgroßes HUDHUD rechtsHUD linksRoute planenExploration

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